Genauso wie früher

Das RAD-Lied geht nahtlos in ein anderes über, das Bild wird dunkel.

Siehst du im Osten das Morgenrot?
Ein Zeichen zur Freiheit, zur Sonne!
Wir halten zusammen, auf Leben und Tod,
Lass kommen, was immer da wolle!
Warum jetzt noch zweifeln,
Hört auf mit dem Hadern,
Denn noch fliesst uns deutsches
Blut in den Adern.
Volk ans Gewehr! Volk ans Gewehr!

In der Nacht wehen Fahnen. Kurz ist im Profil ein Gesicht sichtbar, ein Mann mit einer Schirmmütze.

[Pause]

Das ist Victor Lutze, der SA-Stabchef.

[Play]

Die Männer halten stark qualmende Fackeln vor sich, sie erscheinen wie vom Nebel eingehüllt. Die Kamera fährt an den schemenhaften Menschen und an Standarten vorbei. Auf Befehl rufen sie dreimal: "Sieg heil!" Victor Lutze, auf den jetzt ein Scheinwerfer gerichtet ist, beginnt mit seiner Rede:

Lutze: Kameraden! Sehr viele von euch, die heute Abend hier stehen, kennen mich noch, als ich als SA-Mann in den ersten Jahren der Bewegung mit in Reih und Glied marschiert bin. Und genauso, wie ich damals SA-Mann war, bin ich heute noch SA-Mann.

Die Menge jubelt.

Lutze: Wir SA-Männer haben immer nur eins gekannt: Treue zum Führer und Kampf für den Führer!

"Heil! Heil!" wird gerufen, bis sich die Stimmen im Chor finden: "Wir wollen unseren Stabchef sehen!" Lutze schreitet die Stufen hinab und bahnt sich mit Mühe den Weg durch seine jubelnden Anhänger. Zu Marschmusik, die sich langsam gegen die endlosen Jubelrufe durchsetzt, wird ein Feuerwerk entzündet, einzelne Raketen zuerst, dann immer mehr, die glühenden Punkte zeichneten eine Spirale an den Himmel.

[Pause]

An dieses Bild knüpft Impressionen unter Wasser an. - Von dem was Lutze sagt, entspricht kaum etwas der Wahrheit. Nichts ist "genauso wie in den ersten Jahren", die SA ist im September 34 noch keine drei Monate Hitler unterstellt.


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